Dopplereffekt in der Musik

Der Dopplereffekt kommt auch in der Musik zur Anwendung. Der Dopplereffekt, so viel ist noch aus der Schule bekannt, beruht darauf, dass sich ein akustisches oder optisches Signal verschiebt, wenn sich entweder die Signalquelle oder der Beobachter – möglicherweise auch beide – in Bewegung befinden. In Bezug auf den Schall kommt es dabei zu einer relativen – und hörbaren – Frequenzverschiebung. 

Dopplereffekt in der Musik bei sogenannten Leslie-Lautsprechern

Leslie-Lautsprecher wurden schon in den Vierzigerjahren des letzten Jahrhunderts von Donald Leslie entwickelt, der den Dopplereffekt in der Musik damit nutzbar machen wollte, um eine Vibration der Töne und eine daraus resultierende Schwebung zu erzeugen.

Das Klangbild, das durch diese Ausnutzung vom Dopplereffekt in der Musik erzeugt wird, ist aber nicht nur ein Vibrato. Der rotierende Klangkörper des Lautsprechers bewegt sich abwechselnd vom Zuhörer weg und wieder auf ihn zu. Beim Wegbewegen wird der ausgestrahlte Ton für den Zuhörer tiefer, während er aber von der sich nähernden Wand höher wieder auf den Zuhörer reflektiert wird. Die Wand, von der sich die Lautsprecheröffnung wegbewegt, liefert dagegen einen Ton, dessen Tonhöhe sich verändernd in der Mitte der anderen beiden abgestrahlten Töne bewegt. Durch die Reflexion unterschiedlicher Tonhöhen von allen vier Wänden des Raumes und die Variation der Tonhöhe durch den sich bewegenden Lautsprecher entsteht ein faszinierendes Klangbild, das für jeden Einzelton zu jedem einzelnen Zeitpunkt den Dopplereffekt in der Musik ausnutzt.

Der Dopplereffekt wird auch in der Musik als Soundeffekt eingesetzt

Der Dopplereffekt wird auch in der Musik als Soundeffekt eingesetzt

Technisch besteht ein Leslie-Lautsprecher aus zwei Klangkörpern: einen für hohe Töne und einen für Bässe, die sich in unterschiedlicher Geschwindigkeit bewegen und deren Bewegungsgeschwindigkeit für einen unterschiedlichen Dopplereffekt einstellbar ist.

Dopplereffekt in der Musik durch rotierende Lautsprecher

Leslie machte sich den Dopplereffekt zunutze, um ein vielfältiges Klangbild zu erzeugen. Hohe Töne und Bässe werden jeweils von getrennten, rotierenden Klangkörpern abgestrahlt. Die sich verändernde Tonhöhe und die gleichzeitigen Reflexionen von allen sich entfernenden und nähernden Wänden sorgen dabei für ein chorus-artiges Klangerlebnis.

Zusätzlich kann über die Veränderung der Rotationsgeschwindigkeit der Lautsprecher auch der Effekt noch beeinflusst werden. Leslie-Lautsprecher können auch an Hammond-Orgeln angeschlossen werden. Diese Anwendungfür den Einsatz mit diesen Orgeln, waren sie ursprünglich auch gedacht.

Bildquelle:Sergey Sanin@fotolia.com

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